Wacholderheide
Ein Haus, das Lamm heißt, in einer Landschaft, die es ohne Schafe nicht gäbe
Mittwoch, 9. September 2026 · Hotel Lamm
Wer über den Albtrauf wandert, läuft irgendwann durch Wacholderheide: kurzer Rasen, einzelne dunkle Säulen aus Wacholder, dazwischen Kalkfelsen. Das sieht nach unberührter Natur aus und ist das Gegenteil davon.
Diese Landschaft entsteht nur, wo Schafe weiden. Sie fressen die Jungbäume weg, bevor daraus Wald wird, und lassen den Wacholder stehen, weil er sticht. Hört die Beweidung auf, ist die Heide in zwanzig Jahren wieder Wald – und mit ihr verschwinden die Orchideen, die Enziane und die Schmetterlinge, die es nur hier gibt.
Deshalb sind Schäfer auf der Alb keine Folklore, sondern Landschaftspflege im Wortsinn. Und deshalb steht bei uns die Alblammkeule von der Schäferei Stotz auf der Karte, nicht irgendein Lamm von irgendwo.
Dass unser Haus seit Generationen Lamm heißt, ist ein Zufall. Aber es ist ein guter.